Nur in der Nacht abstillen!

Jaha, schon wieder ein Stillartikel. Ich bin immer noch nicht fertig damit. Vor zwei oder drei Wochen war internationale Stillwoche und meine Facebook-Pinnwand wurde überschwemmt mit Beiträgen dazu. Ausserdem traf ich mich mit meinem Mütterclub um mal wieder mit unseren PeKiP-Kindern zu spielen. Es war richtig nett, fast alle sind da gewesen und wir haben gequatscht und gequatscht. 

Es gab Kaffee und Kuchen und beim Wort Kaffee wurde mir auf einmal bewusst: Frau Mupf, du bist hier die Letzte die ihr Kind noch stillt. 
Ich will noch nicht aufhören, weil es mir auch die Möglichkeit gibt mich kurz auszuruhen und Energie zu sammeln. Ausserdem ist Minimupf dermaßen begeistert, dass er sein eigenes Ritual entwickelt hat. Er nimmt mich bei der Hand klettert aufs Bett, legt sich aufs Kopfkissen und macht das Stillzeichen. Unsere Stillbeziehung läuft gut, aber in der Nacht möchte ich gerne schlafen. 
Meine Mutter und meine Vermieterin waren sich in diesem Punkt einig: Abstillen NUR in der Nacht? Das geht doch gar nicht!
Glücklicherweise habe ich hier die Gordon-Methode auf Rabeneltern entdeckt. Sehr ausführlich beschrieben, haben wir uns genau daran gehalten. Drei Dinge vorweg, die man wissen sollte bevor man sich dafür entscheidet:

  1. Das Kind sollte älter als 12 Monate sein.
  2. Es sollte nicht gerade in einer schwierigen Phase sein oder krank.
  3. Die helfende Person sollte gerade ein paar freie Tage haben. Bei uns hat sich die Elternzeit angeboten. 
Rechts ist Minimupfens Bett, meins in der Mitte und rechts nächtigt Herr Mupf.

Rechts ist Minimupfens Bett, meins in der Mitte und links nächtigt Herr Mupf.

Hier also mein kurzer Erfahrungsbericht:

In der ersten Nacht
waren wir anderthalb Stunden wach und haben einen völlig aufgelösten Spätz langsam beruhigt und zum Schlafen gebracht. Hier wurde dann noch die Manduca ausgepackt. Zudem hat geholfen ihm das Konzept von „leer“ näher zu bringen. „Nein, Schatz, da gibt es jetzt nix. Es ist leer.“ Wir waren mit den Nerven schon ziemlich fertig. Endlich döste er in meiner Armkuhle ein. Und schlief dann lange in den Morgen hinein. 
Gestillt hatte ich recht kurz, so 3-4 Minuten. 

In der zweiten Nacht
stellten wir uns schon auf eine lange Weinphase ein. Allerdings war hier bereits nach 40 Min wieder Ruhe. Und diesmal mussten wir keine Manduca auspacken. Wir haben noch das Summen und Singen ausprobiert. Bei Spätz hilft am Besten, wenn man regelmäßig einen tiefen Ton ausstößt und die Hand auf seinem Rücken lässt.

Die dritte Nacht
verlief eigentlich gar nicht so schlecht. Ich denke insgesamt waren wir 30 Min wach und das zwei Mal.

Wir haben das Programm für die ersten drei Nächte noch auf die folgenden zwei ausgedehnt, die immer besser liefen.

Dem zweiten Teil des Programms wurde erst mit Unverständnis begegnet. 
Was? Jetzt gibt es nicht mal mehr kurz nuckeln. Aber bereits in der darauffolgenden Nacht war von Minimupf nur ein kurzes Quaken zu hören und er kam zu mir ins Bett gekrabbelt. Ab da konnten wir ihn meistens durch Handauflegen und Summen beruhigen.

Und dann wurde er krank…
Also habe ich ihn auch wieder in der Nacht gestillt. Im Moment gehen wir wieder zurück zu „zwischen 11 Uhr und 5 Uhr nachts gibt es nichts!“ 
Einen Tipp kann ich euch geben: Macht es nicht, wenn eure Schwiegereltern neben dran schlafen! 

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Stillen extrem!

Stillen an sich ist ja schon extrem. Man verbraucht unglaublich viele Kilokalorien um die Milch zu bilden und ein anderes Lebewesen kann sich nur davon ernähren.
Bis Spätz etwa 6 Monate alt war, dachte ich: Ja, die meisten Moleküle in diesem Kind mussten einmal durch mich durch. Weniger als eine Promille kommt aus anderen Quellen. Ja, so sind wir eben, wir Wissenschaftler 🙂

Anfangs fand ich das Stillen auch wirklich sehr anstrengend. Spätz und ich hatten einen schlechten Stillstart. Durch den Kaiserschnitt und die stundenlange Geburt noch vollends geplättet, wollte sich bei mir nicht sofort Milch einstellen. Zudem hatte meine Hebamme keinen Zugang zum Krankenhaus und ich hatte niemanden der mir das mit dem Stillen gezeigt hat. Spätz, das Schwergewicht, musste zugefüttert werden, was Herr Mupf mit der allergrössten Hingabe gemacht hat.
Aber dann kam Joanne, die Beste aller Besten. Die „kraamzorg“ (postnatale Hebamme), die mich am Telefon beruhigt hat, als ich mit den Nerven fertig war, weil keine Milch kam. Joanne, die mir dann beim schlussendlichen Milcheinschuss mit magischen Händen geholfen hat, dass es nur so floss.

Und jetzt 10 Monate später stille ich immer noch. Weil Spätz auf jeden Fall nach all dem Rumrennen und Erkunden dann doch lieber nochmal bei mir trinken will, anstatt was zu essen. Klar, er isst seinen Apfel und Banane. Wenn er die Wahl zwischen Zwieback und Hirsekringel hat, wählt er meistens den Zwieback. Und wenn ich ihm Reis mit Fleisch und Sosse auf einer Erwachsenengabel füttere, haut er rein (ungefähr 10-12 Gäbelchen, dann ist Schluss). Gerne nascht er auch bei meinem nachmittäglichen Joghurt mit. Aber wirklich viel ist es nicht und wenn er wirklich Hunger hat, dann gibt es nur eins für ihn: Muttermilch. Deshalb stille ich eigentlich noch voll.

Kennt ihr diese lustigen Extremsportarten? Bügeln unter Wasser oder an der Eiger Nordwand? So ähnlich fühle ich mich manchmal, wenn ich Minimupf stille:
Kind ruhig stillen, während man unter einem ständigen Feuerwerk von Schlägen und Tritten zu leiden hat, abgewechselt von Streicheleinheiten.

Oder Stillen in der Nacht: Wir gehören zu der Gruppe von Eltern, deren Kinder nicht durchschlafen. Manchmal ist Spätz dermassen kuschelbedürftig, dass er mich für eine geschlagene Stunde nicht loslässt. Selten sind es sogar zwei.
Hier wäre ich übrigens für Tipps extrem dankbar. Und nein, er nimmt keinen Schnuller, das findet er leider total Igitt.
Nicht falsch verstehen, ich will ihn nicht abstillen, aber wenn ich zu lange in einer Position stille, bekomme ich Rückenschmerzen.

Habt ihr ähnliche krasse Erfahrungen mit dem Stillen gemacht? Oder vielleicht davon gehört?

Baby beim Stillen

Baby beim Stillen

Bildnachweis: wikipedia

Spätzens Gedankenwelt: Was geht in dir vor?

Ich habe letztens hier ein Video verlinkt von einem kleinen Mädchen, dass zeigte wie toll sie sich bereits mitteilen kann. Dafür muss sie noch nicht sprechen, sondern macht eine kleine Geste und ihre Eltern wissen was sie meint.

Wie Babygebärden funktionieren wird in diesem interessanten Artikel erklärt auf dem Wunschkind-Blog.

Das erste Mal in Kontakt gekommen bin ich mit den sogenannten baby-signs bei einer Bekannten. Ihr Sohn wuchs mit sage und schreibe drei Sprachen auf und sie erwartete, dass er etwas brauchen werde bevor er alle Wörter aussprechen kann. Also hat sie sich auf die Babyzeichen gestützt. Das ging auch echt gut und man verstand ihn lange bevor er sich sprachlich mitteilen konnte.

Nach diesem Erfolgserlebnis nahm ich mir vor das bei meinem Kind so ähnlich zu machen. Auf youtube findet man unzählige tolle Videos, wie man die verschiedenen Gebärden benutzt und ausübt.
Für Minimupf entschieden wir uns für folgende Gebärden:

Seit er ungefähr fünf Monate alt ist, machen wir ihm diese Zeichen vor. Dazu sagen wir immer das Wort und variieren die Sätze. Er schaut uns dabei mehr oder weniger interessiert zu. Mir war klar, dass es etwas dauern kann, bevor er anfängt die Zeichen aufzunehmen.

Unser Abendritual ist immer das Gleiche. Sobald es zu dunkeln beginnt, gehe ich mit Spätz auf dem Arm zum Rollladen um ihn herunter zu lassen. Danach wird unser schöner Stern angemacht. Zum Stern wird natürlich das Zeichen gemacht und gesprochen.
Letztens hat Minimupf dann schon selber gebärdet *Stern*. Er sass in seiner Box und es war Zeit für den Stern. Er schaut mich an, wartet auf meine Aufmerksamkeit, schaut zum Stern und macht *Stern*.

Stern

Stern

Ich war ganz aus dem Häuschen. Herr Mupf erzählte mir, dass Spätz das schon am Morgen gemacht hatte.

Jetzt hat er angefangen *Tschüss* zu gebärden. Und als wir ihn vorhin ins Bett bringen wollten, macht er das Zeichen für *Stillen*.
Manchmal sind wir uns nicht ganz sicher, aber es wird immer mehr und es passt auch meistens zu dem was gerade passiert. Wir lassen uns überraschen und freuen uns schon auf zukünftige Einblicke in Spätzens Gedankenwelt.

Wo ist mein Bett?

Genau, wo ist mein Bett? Dieses kuschelige, weiche Bett.
Unser Schlafarrangement ist wie folgt und wird von uns beiden voll unterstützt:

  • Minimupf schläft in seinem Bett direkt an meiner Bettseite.
  • Er darf bei uns schlafen, bis wir alle bereit sind, das er in seinem eigenen Zimmer schläft
  • Er wird nachts nach Bedarf gestillt.
  • Ich werde kein Schlafenlernen-Buch benutzen, wenn es nicht absolut notwendig ist.

Der Spätz lernt im Moment soviele Dinge. Sich beim Stehen nach Spielsachen bücken, stehend auf den Popo fallen lassen, zwischen Möbeln verschiedener Höhe wechseln, einfach an Möbeln entlang laufen und das man Kabel nicht anfassen darf. Wenn ich soviel lerne, dann kann ich auch nicht schlafen. Das ist absolut verständlich und wenn man es ausgeruht im Tageslicht betrachtet auch nachvollziehbar. Ausserdem ist mir dann auch voll und ganz bewusst, dass dies nur eine Phase ist.

Nur um 3 Uhr nachts nach bereits 5 Mal stillen in der Nacht, ist einfach jede Argumentation auf verlorenem Posten. Dann will ich eigentlich nur schlafen. Die einzige Strategie, die mir tatsächlich hilft, ist mir selbst zu sagen: Rise and shine (grob übersetzt: Aufstehen und lächeln) Es gibt einfach nichts, was ich dagegen tun kann. Ich muss aufstehen und das beste ist es mit einem Lächeln zu tun.
Herr Mupf wird argumentieren: Ich seh dich gar nicht lächeln.
Ich lächle inwendig.Mein Gesicht schläft eben noch.

Und dann kommen natürlich die Zweifel: Wird das jemals besser mit dem Stillen in der Nacht? (ich stille in schlimmen Nächten sicher 7 Mal und in guten 3 Mal) Wird er jemals durchschlafen können? Wird er noch mit 18 bei uns schlafen?

Spätz schläft endlich!

Spätz schläft endlich!

Amsterdam mit Baby- Ein Reiseführer

Hier ein Artikel für die Blogparade (Urlaub in der eigenen Stadt):

Amsterdam mit Baby kann richtig entspannend sein, wenn man die richtigen Plätze kennt.

Es gibt einige Dinge, die einen beschäftigen bevor man mit einem Baby in einer fremden Stadt den ganzen Tag unterwegs ist. Deshalb möchte ich hier mal einige Fragen beantworten, die ich mir selber immer wieder gestellt habe und in keinem Reiseführer gefunden habe.

Wo kann man wickeln?
Natürlich kann man in allen möglichen Situationen wickeln, wenn es wirklich sein muss. Hier sind einfach ein paar angenehme Möglichkeiten, falls man nicht sofort auf der Stelle wickeln muss.

  1. Soweit ich weiss, gibt es in jedem McDonalds eine Wickelmöglichkeit. Und es gibt viele McDonalds. Allerdings gilt in Amsterdam, dass man für fast jeden Toilettenbesuch auch zahlen muss. Meistens etwa 50 Cent.
  2. Der V&D in der Kalverstraat 203 hat einen angenehmen Wickelraum.
  3. Das Wagamama am Rembrandtplein und am Leidseplein hat eine Rollstuhltoilette. Dort gibt es auch eine Wickelmöglichkeit.
  4. C&A auch in der Kalverstraat und im Amsterdamse Poort
  5. Der Prenatal in Bijlmer Arena

Wo kann ich stillen?

Ich kann verstehen, dass nicht jeder in der Öffentlichkeit stillen will. Die Niederlande sind allerdings ein sehr stillfreundliches Land. Ich habe jetzt schon an diversen verschiedenen Plätzen gestillt und bin wirklich noch nie komisch angeschaut worden.
Wer gerne etwas mehr Ruhe möchte:

  1. Der Prenatal in Bijlmer Arena
  2. Im Sommer einfach in eine Seitengasse gehen und auf eine Stufe setzen, die nicht eklig aussieht.
  3. Der hintere Raum vom Gebroeders Niemeijer. Es ist relativ ruhig, wenn dort niemand sitzt.
  4. Im Tara am Kamin oder in der goldenen Lounge. Es ist zwar trotzdem relativ offen, aber zumindest sehr ruhig (wenn kein Fussballspiel ist).
  5. Mein absoluter Geheimtipp zum Stillen ist das Waterstones. Ich habe mich einfach in die Kinderbuchabteilung gesetzt (natürlich vorher gefragt, ob es ok ist) und dort gestillt. Es war schön ruhig und ich konnte danach noch ein Buch kaufen.

Wo kann ich mit meinem Baby Essen gehen?

Eigentlich kann man natürlich überall Essen gehen. Selbst in den schicken Restaurants sind wir mit Baby nicht weggeschickt worden. Trotzdem gibt es ein paar Restaurants, wo sich alle wohler fühlen.

  1. Das Gebroeders Niemeijer hat im hinteren Raum einen Hochstuhl und Spielzeug für Kinder. Das ist wirklich ein prima Ort zum Frühstücken oder für einen Kaffee zwischendurch. Es ist eigentlich eine Bäckerei, die einen Restaurantbetrieb dabei hat. Gutes Brot ist sehr schwer zu bekommen in Amsterdam. Da ist diese Bäckerei eine große Ausnahme. Das warme Essen würde ich nicht empfehlen.
  2. Für warmes Essen würde ich ins Wagamama einfallen. Sowohl am Leidseplein (Max-Euweplein) als auch am Rembrandtplein ist das Personal wirklich toll und es ist relativ viel Platz zur Verfügung. Beide Restaurants haben auch Kinderstühle parat.
  3. Wer sich gar nicht hinsetzen möchte, aber trotzdem relativ frisches Essen möchte für wenig Geld, dem sei der Wok to Walk empfohlen. Sowohl im Zentrum, am Leidseplein oder am Rembrandtplein. Im Sommer kann man sich dann in die Nähe der Grachten setzen oder auf eine Parkbank und genießen.
  4. Außerdem sind die Falafel im Maoz super lecker. Aber auch hier nur zum mitnehmen und dann auf der Parkbank schlemmen.
  5. Auch das Tara und der LaPlace sind leckere Restaurants, allerdings mit Baby zu den Hauptessenszeiten einfach zu voll.

Das Baby ist krank. Wie muss ich mich verhalten?

Die Holländer haben ein ganz anderes Verhältnis zu Ärzten als wir. Sie gehen echt nur zum Arzt, wenn es unbedingt sein muss. Häufig wird man schon von der Sprechstundenhilfe abgewimmelt. Oft kommt die Standardaussage man solle ein Paracetamol nehmen. Hier muss man standhaft bleiben und sagen, dass man wirklich einen Arzt sehen möchte.
Im VUMC ist ein Hausarzt nach den normalen Öffnungszeiten zur Verfügung. Wenn es möglich ist, würde ich dorthin gehen, bevor man ewig in der „spoedeisende hulp“, der Notfallabteilung im Krankenhaus, wartet.

Was ist noch zu beachten in Amsterdam?

  1. Eigentlich kommt man mit dem Kinderwagen überall hin. Manche Trams nehmen entweder nur eine begrenzte Anzahl Kinderwagen mit (wenn diese überschritten ist, Pech gehabt) oder gar keine. Aufzüge sind auch ab und an mal kaputt. Wer es sich zutraut also entweder ohne Wägelchen oder aber tragen.
  2. Amsterdamer Häuser sind sehr eng. Man muss damit rechnen einfach nicht viel Platz zu haben um das Baby mal auf dem Boden spielen lassen zu können.
  3. Wer mit dem Zug kommt und nicht so viele Sachen mitnehmen kann, dem sei dieser Ausleihservice empfohlen. Leider konnte ich ihn nicht selbst testen.
  4. Tramfahrer warten nicht gerne (und sind mir schon mehrere Male einfach davon gefahren). In einer Reihe aufstellen wie in England wird nicht gerne gesehen. Erstmal schnell einsteigen und in der Nähe des Kartenschalters stehen bleiben um eine Karte zu kaufen. Oder ganz geschickt schon vorher kaufen.
  5. Der Holländer zahlt nicht mit Bargeld, der Holländer zahlt eigentlich immer mit Karte. Und der bargeldliebende Deutsche steht dann manchmal dumm da. Man sollte schon eine EC-Karte haben zum Bezahlen. Das geht einfacher und wird in vielen Restaurants und Geschäften lieber gesehen (wenn sie ausgeraubt werden, verlieren sie nicht ihr Geld).

Hier noch eine Weihnachtstram. Ich hab mir die Augen gerieben, als sie vorfuhr:

Weihnachtstram

Weihnachtstram

Mupfs Geheimtipps: 

Wo man in Amsterdam alles hin kann, steht in jedem Reiseführer, da blog ich nicht drüber. Aber ich kenne Amsterdam wie meine metaphorische Westentasche (wer trägt heute noch Westen mit Taschen?) und deshalb kommt ihr in den Genuss meiner ganz eigenen Sehenswürdigkeiten:

  1. Der Metrotunneleingang am Rokin. Ein riesiges M mitten auf der Strasse, das kann man nicht verfehlen.
    Hier lernt man einiges über das gigantische Metroprojekt in Amsterdam. Manche sagen es würde Amsterdam in den Ruin treiben.
  2. De nieuwe Ooster Arboretum im Park am Middenweg. Einfach ein toller Park, der nicht so überlaufen ist, wie der Vondelpark. Ein kleines Naherholungsgebiet und ein tolles, leider teures Restaurant.
  3. Schiphol. Dort kann man mit flugzeugbegeisterten Menschen einfach super toll Flugzeuge beim Starten und Landen beobachten von der mitunter seeeehr windigen Terrasse aus.
  4. Wer mal Erlebnisessen ausprobieren möchte, sollte bei Fenan Klein Afrika in der Jan-Pieterheijestraat 147 vorbeischauen. Billig, aber authentisch afrikanisch.
  5. Die indische Buurt bietet einen tollen Einblick in die Einkaufsgelegenheiten der vielen Kulturen, die in Amsterdam wohnen. Einen Lageplan kann man hier finden. Einfach mal überall reinschnuppern und sich überraschen lassen.
  6. Einen Kaffee trinken und von fernen Ländern träumen, kann man am Hafen von Amsterdam im Prachtbau des Muziekgebouw. Hier wird abstrakte und moderne Muzik gespielt. Nicht unbedingt jedermanns Sache. Meine war es nicht.
  7. Wer aber trotzdem hier bleibt und vorher noch einen Termin ausgemacht hat, kann in den klankspeeltuin (Tongarten) und dort mit Kindern ab 5/6 Jahre Musik machen. Es hat uns als Erwachsenen soviel Spass gemacht, dass wir gleich dreimal dort waren.
  8. Ein paar Museen muss ich jetzt doch empfehlen, die ich selbst einfach super toll und interessant fand. Und die auch Kinder toll finden:
    – Das Tropenmuseum
     Das Amsterdams Historisch Museum
  9. Wer übrigens um den 15.11. an einem Samstag mit einem kleinen Kind in Amsterdam ist, kann sich den Sinterklaas-Umzug anschauen. Ein echtes Ereignis und es ist sehr viel los. Amsterdam ist quasi lahmgelegt.

Das waren meine persönlichen Empfehlungen für Amsterdam mit Kindern. Ohne Kinder hätte der Reiseführer sicher etwas anders ausgesehen. Aber dafür ist es eben Amsterdam *zwinker*.

Veel plezier!