Um die Ecke denken!

Heute besprech ich mal ein Spiel, das ich bis jetzt immer gegen alle gewonnen habe. Ubongo. 

Ubongo ist einfach genial in seiner Einfachheit. Man kann es wirklich super mit Kindern spielen. Grundschulalter ist allerdings schon empfehlenswert. Zudem kann man es zu zweit oder mit mehreren spielen. Das Spielprinzip ist auch in zwei Minuten erklärt und eine Partie dauert etwa 10 Minuten. Genial für zwischendurch oder zum aufwärmen für einen Spieleabend.

Der Aufbau ist simpel. Man hat je nach Schwierigkeitsstufe entweder zwei oder drei Kärtchen, die stark an Tetris erinnern (Jaja, die 90er everyone!). Diese Kärtchen muss man in einen vorgegebenen Rahmen einordnen und zwar schneller als die anderen Spieler. Dies erfordert räumliches Denken und ein bisschen Mathematikgabe.

Hier wird noch gespielt!

Hier wird noch gespielt!

Wer fertig ist, ruft laut Ubongo. Wenn man mit Kindern spielt, dann wartet man noch 10 Sekunden bevor niemand mehr legen darf.
Wer natürlich hardcore spielt und zeigen will, wer hier der Chef ist, der lässt seine Mitspieler nicht mehr an ihre Kärtchen nach dem Ausruf. Es ist nicht erlaubt seine Mitspieler zu beissen, um sie am Legen zu hindern.

Wer zuerst fertig ist mit Legen, bekommt die Karten seiner Mitspieler. Nachdem alle Karten verspielt wurden, ist das Spiel aus. Und wer hätte es gedacht, die Person mit den meisten Karten in ihrem Besitz gewinnt.

Fazit: 4 von 5 Sternen

Wenn ihr noch wissen wollt wie die Lösung aussieht, kommt hier noch ein Bild?

Fertig gespielt!

Fertig gespielt!

Black Stories oder „das ganze Abteil spielt mit“

Heute bespreche ich Black Stories mal als Geschichte.
Herr Mupf und ich fahren mal wieder im Zug und sind lange unterwegs. Und zwar zur Gamescom 
Zur Gamescom fahren vor allem junge Leute, die gerne spielen.
Wir hatten Black Stories gerade in einem Buchladen in Holland entdeckt und brannten darauf zu spielen.

Das Spielprinzip ist sehr einfach und schnell erklärt. Black Stories ist ein Rätselspiel. Auf einer Karte steht vorne eine kurze, unvollständige Geschichte. Wichtige Informationen fehlen und stehen auf der Rückseite der Karte. Nur der Spielmeister weiß um diese Fakten und hält sie fieserweise geheim.
Die einzige Methode ihm sein Wissen zu entreissen, ist ihm Fragen zu stellen. Leider gibt er nur „Ja“ und „Nein“-Antworten. Wenn man mit mehreren in einer Runde spielt, bedeutet eine Nein-Antwort, dass der Nächste in der Runde drankommt.

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Wir fahren Zug!

Herr Mupf fängt also an und erzählt seine kurze Geschichte: Romeo und Julia liegen auf dem Boden in einer Pfütze und sind tot. Was ist passiert?
Und natürlich merken Herr Mupf und ich nach einer Weile im Zug, dass es ungewöhnlich still um uns geworden ist. Immer wieder gibt es zwar Getuschel, aber es ist wirklich ruhig geworden. Als ich einfach immer noch nicht auf die Lösung komme, steht ein junger Typ auf und muss einen Halt vor Köln aussteigen. Er überwindet sich und fragt Herrn Mupf: Ich muss gleich aussteigen, aber ich will unbedingt noch die Lösung wissen.
Ab da ist das Eis gebrochen und ein paar Leute spielen mit.

Dieses Spiel ist einfach perfekt. Fast jedes Alter kann mitspielen.
Es gibt auch unblutige Versionen für Kinder. Man kann es zu zweit oder in einer Gruppe zu acht spielen. Und auch um 3 uhr morgens macht es immer noch Spass.
Wir haben ganz viele zu Weihnachten verschenkt.

Ach, du willst die Lösung gerne wissen?

Romeo und Julia sind Goldfische. Sie waren in einer Wasserschüssel direkt neben dem Fenster. Der Wind hat gegen das Fenster gepustet und dabei ist die Schüssel auf den Boden gefallen und zerschellt. Darum sind sie gestorben.

Pandemie

Die Mupfens sind jetzt schon neun Jahre zusammen. Neun. Wahnsinn.

Mupf: Was schenken wir uns denn, Herr Mupf? Ein Brettspiel?

Herr Mupf: Nein, ich verliere immer gegen dich.

Mupf: Wie wäre es denn mit einem kooperativen Brettspiel? Das man auch zu zweit spielen kann?

Ja, gibt es. Wie Sand am Meer. Bei mir gibt es aber auch einige Einschränkungen. Die Partie darf auf keinen Fall länger als 60 Minuten gehen. Die Lernkurve sollte auch nicht zu steil sein, am Besten lernt man das Spiel „on the fly“. Da trifft Pandemie genau rein.

Pandemie bedeutet ganz einfach eine Krankheit, die auf viele Länder und Kontinente übergreift.

Am Design sieht man schon, dass es aus den USA kommt. Dort ist es auch ein Riesenhit. Das Spiel ist qualitativ hochwertig und ansprechend gestaltet. Die Spielregeln sind einfach und relativ schnell zu verstehen. Manchmal muss man ein bisschen um die Ecke denken.

Da es ein kooperatives Spiel ist, verbündet man sich mit seinen Mitspielern und versucht gegen das Spiel zu gewinnen. In einem rundenbasierten Ablauf brechen vier verschiedene Seuchen aus und breiten sich über die Welt aus. Dein Spezialistenteam aus der Seuchenbekämpfung und -prävention sind der einzige Schutz gegen die schrecklichen Erreger.

Es spielt sich wirklich spannend und es ist wirklich nervenaufreibend. Strategie und Geschick sind gefragt, aber auch eine große Portion Glück. Wenn man nur zu zweit spielt, hat man viel weniger Möglichkeiten die Spezialfähigkeiten des Teams auszunutzen und es wird sehr schwer zu gewinnen. Am Besten zu viert spielen, aber zu dritt war es auch sehr spaßig.

Fazit: 4 von 5

9 Jahre:

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