Wir brauchen noch ein bisschen Glück!

Tja, ein bisschen Glück brauchen wir noch.
Die gut bezahlte, anspruchsvolle Arbeit habe ich gefunden. Ich habe innerhalb einer Woche eine Wohnung in Radelnähe zum Arbeitsplatz organisiert. Ein Umzugsunternehmen baut die alte Wohnung ab und alles in der neuen Wohnung wieder auf.

Und eigentlich dachte ich, dass ich auch eine adäquate Kinderbetreuung habe. Ok, klar, wir kannten sie noch nicht, aber die Agentur versprach uns: Machen Sie sich keine Sorgen, wir wissen was Sie suchen. Wir haben sicher jemanden im Angebot.

Hmm, bis jetzt war nur eine Kinderfrau dabei, die passt und die wollte gleich fest angestellt werden für 4-5 Jahre. Nach dem Telefonat mit ihr bin ich erstmal in Tränen ausgebrochen und habe meine Mutter angerufen. Das können wir uns doch gar nicht leisten. Wir können uns das halbe Jahr kaum leisten, aber Kindeswohl ist wichtiger als materielle Dinge und wenn wir ans Ersparte müssen. Minimupf darf nur minimal leiden (etwas Leid können wir ihm nicht ersparen, außer ich bleibe zuhause. Dann kommt das Leid in ein paar Jahren*). Aber ich hatte meinen Kopf so voller Dinge, die organisiert werden müssen, dass ich einfach froh war, dass es eine Agentur gibt, die auf Kinderfrauen spezialisiert ist.

Also weiter organisieren und auf ein bisschen Glück hoffen. Am Mittwoch läuft die Zeit ab. Dann beginnen die zwei Wochen Eingewöhnungszeit, die mindestens sein müssen. Und dann haben wir natürlich noch dieses Problem mit der Ferienwohnung. Also: Wir können erst am 15.10. in die Wohnung, aber ich fange schon am 1.10. an zu arbeiten. Das heißt wir müssen erstmal in eine Ferienwohnung. Wohlgemerkt eine 1-Zimmer-Wohnung und das für einen ganzen Monat.

* Mir ist es äußerst wichtig zu arbeiten und auf eigenen Beinen zu stehen. Ich identifiziere mich stark mit meinem Job. Wenn ich jetzt den Absprung nicht schaffe, werde ich in ein paar Jahren sehr unglücklich sein und mein Kind mit mir. Und wahrscheinlich wird meine Beziehung leiden. Trotzdem ist mir auch mein Kind äußerst wichtig. Deshalb mache ich mir viele, viele Gedanken wie ich ihm die Trennung von mir am Einfachsten mache. Natürlich ist mir das Argument geläufig: Wenn du dein Leben der Arbeit verschreibst, brauchst du ja kein Kind zu bekommen. 

Darauf sage ich: Lass mich in Ruhe. Du hast in meinem Leben kein Mitspracherecht!

In einer idealen Welt würde ich natürlich erstmal Teilzeit machen und langsam aufstocken. Aber wir leben nun einmal nicht in einer idealen Welt…

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Über mupfens

Wir sind eine Familie, bestehend aus: Mupf, Anfang 30, weiblich und Herr Mupf, Anfang 30, männlich Minimupf, Ende Mai 2013 geboren und zwei Katzenmüpfe. Der Dicke ist schon 13 Jahre alt und die Kleine erst 4 Jahre alt. Ich interessiere mich für wissenschaftliche Artikel, Stricken und Spiele aller Art. Herr Mupf interessiert sich für Videospiele und Spiele aller Art. Im Moment bin ich Vollzeitmama und Herr Mupf arbeitet für ein grosses Unternehmen zuhause.

2 Gedanken zu „Wir brauchen noch ein bisschen Glück!

  1. Gibt es Tagesmütter? Ich glaube da kann man beim Jugendamt nachfragen. Bei denen muss man sich soviel ich weiß nicht schon um Jahre verpflichten.
    Schade dass der Job schon am 1. Oktober anfängt, so ist es jetzt purer Stress für euch alle.

    • Ja, ich dreh echt fast durch. Und dann ruft auch noch die Ferienwohnung: „Sie haben gar nicht gesagt, dass Sie ein Kind haben. Der Kinderwagen kann nicht rein!“ WAAAS? Natürlich hab ich gesagt, dass ich ein Kind habe. Und jetzt drei Tage vorher sagen Sie mir dass der Kinderwagen da nicht rein kann? Das ist Ihnen letzte Woche nicht eingefallen als ich angerufen habe?!?!?!

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