Organisation, Herzblut und Charme!

Leute, Leute!

Frau Mupf hat einen Job. 
Aber erstmal von Anfang an: Am Donnerstag den 21.08.2014 sitze ich am Laptop, Handy auf lautlos und surfe ein bisschen. Spätz schläft. Auf einmal blinkt mein Handy, wahrscheinlich wegen leerer Batterie. Aber vorsichtshalber nehme ich es mal in die Hand: Aha, ein Anruf von einer mir unbekannten Person: „Wir wollen Sie gerne nächste Woche Freitag zum Vorstellungsgespräch einladen.“ Ich war erstmal verdutzt: „Ähm ja, gerne, hehe, super. Toll, vielen Dank für ähm das Gespräch.“ Das war doch der Job, dieser Eine den ich unbedingt wollte. Erstmal Herrn Mupf Bescheid sagen und freuen…

Hyperdrive engaged. Ja, der Hyperdrive ist bei mir ein Gemütszustand. In diesem Zustand kann in sehr kurzer Zeit unheimlich viel erreicht, Wissen gelernt und Ressourcen mobilisiert werden. Als erstes habe ich mir dieses Buch auf mein Kindle gezogen: Im Vorstellungsgespräch überzeugen. Als Nächstes hab ich meinen Jobcoach angerufen, die leider im Urlaub waren.

Und dann habe ich einfach alle Fragen gepaukt und geübt. Herr Mupf kann sich jetzt auch bewerben. Es ist wirklich unheimlich viel Arbeit. Ich habe eine Woche lang jede freie Minute damit verbracht. Auch meine Schwägerin, die Personalerfahrung hat, scheuchte mich durch ein Skypeinterview. Sie hat mich auf die fiesen Fragen unter Stress vorbereitet. Vielen Dank hier also an Schwägerin und Herrn Mupf.
In letzter Sekunde hat mein Jobcoach noch angerufen und mich zu einem Notfallgespräch eingeplant. Die Tipps die sie mir gegeben hat, waren einfach phänomenal:

  • Orientiere deine Selbstpräsentation an der Stellenanzeige. Also in etwa so: In Ihrer Stellenanzeige suchen Sie eine Modeberaterin, dass hat mich gleich angesprochen, denn da habe ich Erfahrung… Diese Kenntnisse will ich bei Ihnen gerne weiter einsetzen.
  • Gebe während der Selbstpräsentation eine Schwäche zu. Das macht dich glaubwürdig und sie fragen vielleicht später nicht danach. Hey und deine Schwäche ist eine echte Schwäche, nicht so ein: Ich arbeite zuviel.
  • Sag, dass du aufgeregt bist, wenn du aufgeregt bist. Das macht dich nur menschlich und man fühlt sich mit dir verbunden.
  • Teile mit, dass du den Job auch wirklich willst und sage häufig den Namen der Stellenanzeige: Ich bin äußerst motiviert als Konfektionierer in ihrem Unternehmen XY zu arbeiten. 

Tja und dann kam das Erstgespräch. Ich war aufgeregt, aber ich fühlte mich gewappnet. Das Gespräch war toll. Wir haben wirklich eine Verbindung aufgebaut und ich dachte: Das sind sie, deine neuen Kollegen.

Und am gleichen Tag kam die Einladung zum Zweitgespräch. Schwuppdiwupp. Ob ich am Montag Zeit hätte. Natürlich hab ich Zeit 😀
Nur ein zweites Outfit hatte ich natürlich nicht dabei. Mhm, noch ein bisschen Energie aus dem Hyperdrive geholt und ein Seidenblüschen gekauft. 
Das Zweitgespräch habe ich wie mein Jobcoach sagen würde: Gerockt! 

Dann kamen die Folgen des Hyperdrives. „With great power comes great responsibility“ War es genug? Hatte ich hier wirklich mein Bestes gegeben? Gibt es Andere, die kein Kind haben und besser qualifiziert sind? Muss ich ihnen die Beine brechen? 
Nach einem telefonseelsorgerischen Anruf meines Jobcoachs schrieb ich also heute eine Dankesmail und dachte mir: Der Ball liegt jetzt bei ihnen. 

Dann kam der Anruf: Wollen Sie den Job? 

  • Ja, klar!
  • Aber Sie kennen die Vertragsbedingungen nicht.
  • Es wird schon gut sein was Sie mir anbieten 😀

Und jetzt muss ich wieder meinen Hyperdrive anschmeißen.

  • Eine katzen- und kinderfreundliche Wohnung muss bis zum 1.10. organisiert sein.
  • Ein Blumenstrauß an die Jobcoaches
  • Eine Kinderfrau für Spätz
  • Ein Umzugsunternehmen
  • Abstillen tagsüber
  • Alles kündigen
  • Alles neu anmelden

Na, was denkt ihr? Habt ihr noch Fragen? 

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Über mupfens

Wir sind eine Familie, bestehend aus: Mupf, Anfang 30, weiblich und Herr Mupf, Anfang 30, männlich Minimupf, Ende Mai 2013 geboren und zwei Katzenmüpfe. Der Dicke ist schon 13 Jahre alt und die Kleine erst 4 Jahre alt. Ich interessiere mich für wissenschaftliche Artikel, Stricken und Spiele aller Art. Herr Mupf interessiert sich für Videospiele und Spiele aller Art. Im Moment bin ich Vollzeitmama und Herr Mupf arbeitet für ein grosses Unternehmen zuhause.

4 Gedanken zu „Organisation, Herzblut und Charme!

    • Vielen Dank! Ja, ich kann kaum glauben, dass am Montag erst das zweite Gespräch war. Ich hab soviel schon organisiert und es gibt noch soviel zu tun.

      Leider mag Spätz meinen Hyperdrive gar nicht. Es macht ihn unleidig, dass seine Mama wenig Zeit hat. Ohje, ohje…

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